29. April 2021

3D-Druck - Vom Prototypen zur Impfstoff-Box

„Dass wir die Impfstoff-Transportboxen direkt an den Großhändler zurückgeben müssen ist eine zusätzliche Herausforderung!“

Diese Situation schilderten uns Kunden in den vergangenen Wochen sehr häufig. Denn sie müssen sich um alternative Lagerungs- und Transportoptionen für die Impfstoffe bemühen, damit diese sicher bis zu den Ärzten gelangen. Tupperbehältnisse oder umfunktionierte Versandkartons seien mitunter die temporäre Lösung.

3D-Druck als schnelle Lösung

3D-Druck ist in Produkt-entwickelnden Unternehmen ein gängiges Verfahren, um möglichst flexibel, iterativ und einfach Lösungsoptionen für geforderte Ansprüche und Funktionen zu testen. Mit dem sogenannten Prototyping ist es möglich, neue Produkte schneller, bedarfsorientiert und sicher auf den Markt zu bringen sowie kurzfristige Anpassungen vorzunehmen.

Auch unsere Entwicklungsabteilung arbeitet mit dieser Methode und bewertet durch sie Entwürfe, überprüft Passform, Gestalt und Einsatznutzen, antizipiert Herstellbarkeit unter realen Bedingungen oder misst die Benutzerreaktion und Bedienbarkeit. So oft und so schnell dies nötig ist.

Manuel Middrup (Produktentwicklung)

Veränderung als Konstante

Am Beispiel der LED-Beleuchtungen für die Greifer-Kameras der Apostore Kommissionierautomaten lässt sich die Situation gut verdeutlichen. Da sich die Abmaße der Leuchtmittel Industrie-seitig ständig wandeln, wurde eine Adapterplatte entwickelt. So kann stets die neueste LED-Technologie verwendet werden.

Nachdem die Position und Ausrichtung der Druckerzeugnisse am Automaten festgelegt wurden und der Funktionstest positiv war, erfolgen optische Designanpassungen. Anschließend folgt die Serienfertigung, welche entweder im 3D-Druckverfahren belassen wird oder in die Fertigung mit einem anderen Werkstoff übergeht. Hier spielen Einsatzhäufigkeit und Belastbarkeit eine Rolle.

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Lösungsfindung steckt uns im Blut

In unserem Unternehmen arbeiten viele Mitarbeiter:innen mit Tüftler-Herz und Erfindergeist. Sie stehen täglich dafür ein, die Dinge noch ein bisschen besser zu machen. Diese Leidenschaft und vor allem die innere Haltung ist Teil unserer Unternehmens-DNA. Sie treibt uns an, sorgt für Fortschritt, Innovation und Erfolg. So ist es nicht verwunderlich, dass die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit verschwimmen und gute Ideen durchaus zuhause entstehen. Gerade da, wo sich Kreativität frei entfalten kann, entstehen bemerkenswerte Ansätze für ausgeklügelte Lösungen - der Ort ist dabei nicht entscheidend. Darum sind wir besonders stolz auf unsere Mitarbeiter:innen und wissen ihr wertvolles Potential und ihre frischen Impulse sehr zu schätzen.

Das Beispiel "Fachbodenklemme"

Bis 2019 gingen unsere Demo-Kommissionierautomaten noch auf Reisen zu Messen. Damit die Fachböden unterwegs im Automaten verbleiben konnten, hat Ralf Nacke (Fertigung) mit seinem 3D-Drucker von zuhause entsprechende Klemmen ausgetüftelt, um die Fachböden zu sichern.

"Das spart Zeit, Platz und Kosten: kein Entnehmen mehr vor dem Verladen nötig, keine zusätzlich benötigte Ladefläche für separierte Fachböden und kein Einsetzen am Aufstellort." fasst Ralf Nacke zusammen.

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Neuester Coup: Ein Impfstoffhalter aus dem 3D-Drucker

Auch in unserer IT-Abteilung findet sich eine ausgeprägte Helfer- und Optimierer-Leidenschaft.

Jan Kohser (IT-Support Specialist) sorgt im Job für Unterstützung bei den alltäglichen Technikherausforderungen, der IT-Sicherheit und ist federführend für unsere Online-Schulungsplattform zuständig. Nebenberuflich fesselt ihn der 3D-Druck für Funktionsteile, Modellbau- und vieles mehr. Auf seinem privaten YouTube Kanal „Jan seine Technik Ecke“ (2.500 Abonnenten) hilft er seit über 6 Jahren mit nützlichen Tipps und Tricks im Videoformat. Die Themen reichen von Computerproblemen über Anleitungen bis zu Produktrezensionen und Ideen für 3D-Drucktechnik.

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3D Impfstoff-Transportbox

Die ständige Beschäftigung mit Lösungsansätzen für akute Herausforderungen führte (wie bei anderen auch) nun zur Konzeption einer Transportbox für Impfstoff Vials. Nach einigen Tests war die aktuelle Variante erstellt. Die Besonderheit ist der herausnehmbaren Einsatz, um ihn nach Bedarf für weitere Imfstoffflaschen-Größen auszuwechseln. Dieser Einsatz lässt sich somit durch weitere Einsätze mit individuellen Aussparungen austauschen und der Box wird einem zusätzlichen Nutzen zugeführt. Beispielsweise können hier Schnelltests eingesetzt werden. Auch das Desinfizieren der Box ist mit der modularen Bauform schnell durchgeführt.

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Technische Fakten

  • 100 mm x 100 mm x 45 mm (B x T x H)
  • 64 Gramm Eigengewicht
  • bietet Platz für 9 - 16 Dosen
  • geeignet für Astra Zeneca, BioNtech, Moderna
  • Loch-Einsatz herausnehmbar und durch andere Gitter / Muster / Lochungen ersetzbar (werden gerne auf Wunsch angefertigt)
  • Zum Transport von Vials, Flaschen, Ampullen, Volumina, Dosen, Testern

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